Gast Deutsch English
Verschwinden von Hauskatzen
Autor: trudi
Datum: 14.02.12 10:20 Uhr
 
Verschwinden von Hauskatzen

weiter
From: Gudrun Enders

Verschwinden von Hauskatzen

Liebe Tierfreunde,

das in der Anlage beigefügte Schreiben ging mir am 11. Februar 2012 per Post zu. Ohne Namen, Anschrift und ohne die Möglichkeit, dem Verfasser darauf zu antworten, was ich außerordentlich bedauere, da mir der Inhalt in der Tat zu denken gibt.
Insbesondere was die darin geschilderte "Lösung" hinsichtlich  der  "Tag und Nacht streunenden Hauskatzen" betrifft. Offenbar hat sich der Verfasser keine Gedanken darüber gemacht, dass auch Katzen für ihre Halter nicht nur einfach Tiere, sondern Familienmitglieder sind, deren Verschwinden sie fassungslos und traurig macht.
Über unsere örtliche Presse habe ich ihn gebeten sich vor Augen zu führen,  was er ihren Haltern mit dem Einfangen der Katzen sowie ihrer Verwertung antut und auf das Einfangen zu verzichten, zumal für den Rückgang von Singvogelpopulationen bis hin zu ihrem völligen Verschwinden nicht die Katzen, sondern der Mensch verantwortlich ist. Mit seinen aufgeräumten Gärten, seiner Kulturlandschaft und seinen Monokulturen.
Wer es angesichts der hungernden Menschen in Afrika als Schande bezeichnet, für Tierfutter Geld auszugeben, wird nicht umhin kommen, auch die Ausübung der Jagd einer solchen Betrachtung zu unterziehen.
Freundlichen Gruß
Gudrun Enders
PS:
Über das Verschwinden von Hauskatzen haben sich schon viele Gedanken gemacht So auch Manfred Karremann in seiner Sendung: 37º extra am 4. Oktober 2005 im ZDF. Thema "Kater Benny vermisst, wenn Haustiere verschwinden". Die Besitzerin, eine Rentnerin ist fassungslos. Ihr Kater Benny ist nicht mehr nach Hause gekommen. Dabei wohnt sie mitten im Grünen, mit tierlieben Nachbarn und ohne gefährliche Straßen. Das Schicksal des Tieres ist ungeklärt - so wie das von Hunderttausenden verschwundener Katzen jedes Jahr. Wo ist Benny? Diese Fragen quält die Rentnerin. Ist er überfahren worden oder einem Jäger vor die Flinte gelaufen? Ihr Hauptverdacht: Benny könnte für den Fellhandel gestohlen worden sein. Der Autor, Manfred Karremann, geht dem scheinbar harmlosen Vorfall nach. Er findet heraus, dass ein Katzenleben nicht überall in Deutschland viel zählt. 
+++++

An Frau
Gudrun Enders
69483 Wald-Michelbach

09. Febr.2009 ( https://email.t-online.de/ gesendet 09.02.2012  Eingang 11.2.2012 )

Sehr geehrte Frau Enders,

ich beziehe mich auf Ihre diversen Leserbriefe/Beiträge in der Tagespresse gegen die Jäger grundsätzlich und gegen die Jagd.
Ich betone ausdrücklich, dass ich kein Jäger bin, der Jagd jedoch positiv gegenüber stehe.
Als Vogelliebhaber stelle ich fest, dass die Singvogelpopulation nahezu zusammengebrochen ist.
Die Hauptschuld daran tragen in erster Linie die Tag und Nacht streunenden Hauskatzen, nicht verwilderte Katzen, hiervon gibt es nicht nennenswerte.
Hier gibt es nach meiner Meinung und der Meinung diverser Nachbarn nur eine Lösung: Fangen und human töten!
Wir haben eine Lösung gefunden. Durch den Einsatz mehrerer Lebendfallen haben wir seit einiger Zeit nahezu wöchentlich Erfolg:
Durch Verbindung zu einem ASIALOKAL landen die toten Katzen nicht im Mülleimer, sondern werden wohl zubereitet von Liebhabern verspeist. Über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten.
Wie Sie wissen, stammt die Hauskatze nicht aus unseren Breiten, sie stammt von der ägyptischen Falbkatze und wurde vermutlich von den Kreuzrittern zu uns gebracht.
Ebenso wie die Katzen ist der Waschbär ein Fremdling und hat hier keine natürlichen Feinde.
Wenn die Zahlen stimmen, werden pro Jahr ca. 3 Milliarden Euro für Katzenfutter ausgegeben, eine Schande hinsichtlich der hungernden Menschen in Afrika.
Ich hoffe, die o. g. Zeilen geben Ihnen zu denken.

Mit freundlichen Grüßen
(unleserliche Unterschrift)
 
Kommentare
Seite: « 0 »
Du musst registriert sein um einen Kommentar schreiben zu können!
Die Seite wurde in 0.1075 Sekunden generiert